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Mal wieder eine Erfolgsgeschichte: Playerunknown’s Battlegrounds hat die E-Sport Szene in den letzten Monaten im Sturm erobert und ist damit nicht das erste Spiel, das die Fans massenhaft an den Bildschirm und in die Arenen bringt. Auch wenn die Beta bereits extrem erfolgreich war hätten die meisten Experten es vor kurzer Zeit noch für völlig unmöglich gehalten, dass PUBG Platzhirsche wie Dota 2 oder Overwatch auf die Plätze verweisen könnte.

Starker Auftakt

Dann kam allerdings im August der Startschuss, der das Spiel zu einem heißen Anwärter machte: Auf der Gamescom fand das erste offizielle E-Sport Turnier zum Battle Royal Shooter statt. Dafür kooperierte Entwickler Bluehole extra mit der ESL. Für die Gewinner gab es ein Preisgeld von insgesamt 350.000 US-Dollar zum absahnen – und bei den Fans kam das Spektakel offenbar sehr gut an, denn die Spielerzahlen von Playerunknown’s Battlegrounds schießen immer weiter in die Höhe. Tatsächlich sieht es inzwischen so aus, als könnte PUBG das größte E-Sport Spiel werden, das die Welt je gesehen hat. Im Oktober waren erstmals mehr als zwei Millionen PUBG Spieler gleichzeitig auf Steam online – ein Rekord, der noch von keinem anderen Spiel auf der Plattform erreicht wurde. CS:GO und Dota 2 beispielsweise haben es bisher nicht einmal über die eine Million Marke geschafft. PUBG ist also dabei, sich in eine Reihe mit Shooter-Größen wie Call of Duty einzureihen.

Begehrte Battlegrounds

Daher ist es kein Wunder, dass namhafte E-Sportler immer heißer auf das Spiel werden und sich mit Meldungen überschlagen, bei PUBG mitzumischen: Erst vor wenigen Monaten kündigten Team Alliance und Team Liquid an, mit eigenen PUBG Teams bei Turnieren anzutreten – möglichst früh, um die Entwicklung des damals noch in einer recht frühen Beta-Version befindlichen Spiels durch Feedback mitgestalten zu können. Bislang waren Liquid und Alliance vor allem für ihre furiose Performance in Dota 2 bekannt. Für große E-Sport Organisationen sind Spiele wie Playerunknown’s Battlegrounds inzwischen regelrechte Goldgruben: Bei der ESL Hamburg 2017 spielten die besten Teams um Preisgelder in Millionenhöhe und das vor einem Publikum von 10.000 Menschen. In den USA ist der E-Sport sogar noch größer – dort werden große E-Sport Events inzwischen im Mainstream TV ausgestrahlt und können sich mit anderen Sportarten wie Basketball oder Baseball messen. Ein Trend der zunehmend auch nach Deutschland überschwappt: Der VfB Stuttgart und Schalke 04 sind nur einige der großen Bundesliga-Mannschaften, die inzwischen über eigene E-Sport Teams verfügen – international sind es sogar noch deutlich mehr Clubs. Und auch bei den Wettanbietern ist der E-Sport angekommen: Playerunknown’s Battlegrounds ist innerhalb kürzester Zeit in die Riege der Titel aufgestiegen, auf die man auch bei großen Wettanbietern setzen kann. Von den Wetten für Dota 2 favorisiert: Die oben erwähnten Teams Liquid und Alliance. Da auch Microsoft mit der Xbox One X und Nintendo mit der Switch immer mehr auf E-Sport setzen, kann man inzwischen von einem allgemeinen Trend in der Gaming Branche reden: In Zukunft wird der E-Sport also nur noch größer werden, bestimmt sehen wir auch bei uns bald Veranstaltungen wie die ESL live im Fernsehen.

Gute Aussichten

Könnte Playerunknown’s Battlegrounds also tatsächlich der größte E-Sport Titel aller Zeiten werden? Tatsächlich ist damit zu rechnen. Die Kombination aus den immer größeren Zuschauerzahlen beim kompetitiven Gaming, dem immer rasanter wachsenden Markt, der medialen Aufmerksamkeit und natürlich dem schnellen Gameplay des Spiels machen es möglich. Entwickler Bluehole hat bereits angekündigt, die E-Sport Szene auch in Zukunft zu unterstützen und regelmäßig neue Updates und Maps zu veröffentlichen, Balancing-Patches natürlich inklusive.

Und auch ansonsten soll der Shooter expandieren. Bisher ist Playerunknown’s Battlegrounds nur für den PC erhältlich und steckt offiziell noch in der Beta. Doch Ende des Jahres soll der Titel auch für die Xbox One erscheinen, erstmal jedoch nur im Rahmen der Xbox Live Preview – die Retail Version folgt dann später. Ende Dezember soll das Spiel auch auf Steam dann in der Version 1.0 erhältlich sein. Ein Release auf der Playstation 4 scheint inzwischen fraglich, ist aber noch immer nicht ganz ausgeschlossen: Eventuell kommt das Spiel 2018 noch für Sony’s Konsole auf den Markt. Gut so, denn je mehr Spieler den Titel spielen, desto mehr dringt der E-Sport in den Mainstream vor. Und was kann man von seinem Hobby mehr erwarten, als dass man viele Gleichgesinnte findet, die auch gerne zocken?