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Mit Patch 7.07 gab es bei Dota 2 einige Neuerungen. Unter anderem wurden mit Dueling Fates die neuen Heroes Dark Willow und Pangolier eingeführt.

Während Dark Willow auf Entfernung spielt, überzeugt Pangolier vor allem durch seine seine Fähigkeit, die Rüstung des Gegners zu durchbrechen. Dueling Fates hat jedoch auch eine andere Neuerung mit sich gebracht: Das Ranked System wurde überarbeitet und funktioniert jetzt deutlich anders als vorher. Was sind die Verbesserungen bei Ranking und Matchmaking und wie kommen sie bei den Spielern an? Und die wichtigste Frage: Hat das Update die Balance des Spiels ins Wanken gebracht?

Alles neu

Größte Neuerung des Ranked Matchmaking System ist, dass Spieler sich ab sofort Medaillen verdienen, auf deren Basis das Matchmaking stattfindet und die das bisherige MMR-System ablösen. Die Rang-Medaillen sollen das höchste Performance-Level widerspiegeln, das der Spieler in einer Saison erreicht hat und es so ermöglichen, Spieler akkurater miteinander zu matchen. Eine Saison dauert dabei 6 Monate. Das Problem am alten System: Teilweise hatten Gamer das Spiel monatelang nicht mehr angerührt, wurden aber trotzdem hoch eingeschätzt. Genau das will Valve jetzt verhindern.

Ist das Matchmaking unfair?

Insgesamt gibt es sieben Medaillen-Level, die der Spieler erreichen kann: Herald, Guardian, Crusader, Archon, Legend, Ancient und Divine. In jedem Level gibt es außerdem fünf Fortschritts-Sterne, die anzeigen wie nahe jemand am Verdienst der nächsten Medaille schon dran ist. Einmal auf einem neuen Level kann der Rang nicht mehr durch Zurückstufen verloren werden. Das Level errechnet sich bis zum Legend-Level aus Party- und Solo-Matches (Solo-Spiele haben jedoch einen größeren Einfluss). Ab der Ancient-Stufe fließen die Party-Matches nicht mehr in die Wertung mit ein. Valve erhofft sich hiervon mehr Langzeit-Motivation und ein faireres Matchmaking.
Allerdings haben manche Spieler sich über das neue System beschwert, weil sie auf einmal mit viel zu starken Gegnern in die Arena geworfen werden. Die gute Nachricht für Fans: Trotz der Beschwerden einiger Spieler werden die Pro-Turniere von Dota 2 nicht von den Änderungen betroffen sein. Zuletzt konnte man das bei der Dreamhack 2017 sehen, wo Team Secret sich einmal mehr gegen Team Liquid durchsetzen konnte. Überhaupt tut Valve gut daran, die Pro-Szene unangetastet zu lassen. Dota 2 ist nach wie vor ein massiver E-Sport Hit mit massenhaft Fans bei den Turnieren. Auch die Online-Wetten für das Game laufen weiterhin auf Hochtouren. Dota hat sich hier neben Fußball und Formel 1 etabliert. Und es bleibt außerdem abzuwarten, ob die Kinderkrankheiten des neuen Matchmakings überhaupt lange bestehen bleiben.
In Zukunft besser

Mit Sicherheit wird es nämlich in Zukunft Verbesserungen geben und das neue System optimiert werden. Eben so, wie es beim alten Ranking System ebenfalls der Fall war. Aktuell das größte Problem: Spieler erleben immer wieder, dass das System sie gegen deutlich stärkere Teams kämpfen lässt – und das kann einen regelrechten Rattenschwanz nach sich ziehen: Wer mehrmals am Stück verliert, sieht seine Win-Rate in den Keller gehen und hat große Probleme, das nächste Medaillen-Level zu erreichen – und das komplett unverschuldet. Andere Spieler haben es im Umkehrschluss wieder viel zu leicht und steigen auf ein Level auf, das sie eigentlich gar nicht verdienen. Trotzdem kann auch hier Entwarnung gegeben werden: Es ist zu erwarten, dass die Balancing-Probleme des neuen Rankings schon bald der Geschichte angehören werden. Immerhin hat Dota schon viele Updates und Neujustierungen überstanden. Letztlich heißt es also wie immer: Das beste Team gewinnt! Am Ende gleicht das Glück sich nämlich immer aus…