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Die Game Awards fanden am 7. Dezember 2017 in Los Angeles statt und waren wieder ein voller Erfolg. Es war das vierte Mal, dass diese Auszeichnung an die besten Videospiele vergeben worden ist. Der Live-Stream des Abends konnte auf der ganzen Welt mitverfolgt werden. Geoff Keighley moderierte die Veranstaltung im Microsoft Theater.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild gewann gleich drei Auszeichnungen, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass Legend of Zelda quasi schon zum Klassiker geworden ist. Zu den Preisen, die die Macher von Zelda erhielten, gehören Game of the Year (Spiel des Jahres) und Best Game Direction (beste Spielgestaltung).
Auch für Indie-Games war es ein guter Tag. Gleich zwei Indie-Spiele räumten jeweils drei Auszeichnungen ab. Das Shoot ‘em up-Spiel Cuphead von StudioMDHR gewann in der Kategorie best Art Direction (beste künstlerische Leitung) und wurde zum besten Independent Spiel und besten Debüt-Indie-Spiel gewählt. Eine große Ehre für die Macher.

Hellblade: Senua’s Sacrifice räumte ebenfalls richtig ab. Das Dark-Fantasy-Horror-Action-Adventure-Spiel von Ninja Theory, das in England entwickelt wurde, wurde für das beste Audiodesign sowie Games for Impact (einflussreichstes Spiel) ausgezeichnet. Letzteres erhielten die Macher aus Cambridge aufgrund ihrer Darstellung einer psychischen Krankheit. Außerdem erhielt Melina Juergens, die Senua spielte, den Preis für die beste Darstellung.

Spiel des Jahres und verschiedene Spiel-Kategorien

Für das Spiel des Jahres wurden insgesamt fünf Spiele nominiert. Neben The Legend of Zelda waren auch Horizon: Zero Dawn, Persona 5, PlayerUnknown’s Battlegrounds und Super Mario Odyssey dabei.

Zu den anderen Auszeichnungen gehörten Bestes VR-Spiel, Bestes Action-Spiel, Bestes Action/Abenteuer-Spiel, Bestes RPG und Bestes Fighting-Spiel. Cuphead bekam von Destiny 2, Nioh, Prey und Wolfenstein 2: The New Colossus Konkurrenz, die alle für das Beste Action-Spiel nominiert waren. Schließlich gewann Wolfenstein II: The New Colossus, das von MachineGames entwickelt wurde.

Bestes RPG gewann Persona 5, musste sich allerdings erst gegen die Spiele South Park: The Fractured But Whole, NieR: Automata, Final Fantasy 15 und Divinity: Original Sin 2 behaupten. Bestes Fighting-Spiel gewann Injustice 2. Auch nominiert waren Tekken 7, Nidhogg 2, Marvel vs. Capcom: Infinite und ARMS.

Das beste Bestes Action/Abenteuer-Spiel ging an The Legend of Zelda, obwohl die Konkurrenz hart war: das beliebte Assassin’s Creed: Origins, Horizon: Zero Dawn, Super Mario Odyssey und Uncharted: The Lost Legacy standen alle auf der Liste.

Bestes VR-Spiel ging an Resident Evil 7: Biohazard und besiegte damit Farpoint, Lone Echo, Star Trek: Bridge Crew und Superhot VR.

Fan-Awards – eSport

Es gab auch Publikums-Awards, bei denen die Zuschauer entschieden, welche Spiele sie am besten fanden. Zum Most Anticipated Game (das Spiel, auf das sich Fans am meisten freuten) kürten sie The Last of Us Part II von Naughty Dog und zeigten damit God of War, Marvel’s Spider-Man, Monster Hunter: World und Red Dead Redemption 2 die kalte Schulter. Zum Trending Gamer wählte das Publikum Guy Beahm („Dr. Disrespect”), der auf Twitch eine große Fangemeinde aufgebaut hat. Andrea Rene (What’s Good Games), Clint Lexa („Halfcoordinated“), Mike Grzesiek („Shroud“) und Steven Spohn (AbleGamers) waren ebenfalls nominiert.

Zu den Kategorien bei den Fan-Awards zählten vor allem eSport-Games, da das Publikum einen großen Teil des Erfolgs der eSport-Szene ausmacht. Berichten zufolge soll die Zuschauerzahl in den nächsten 5 Jahren sogar verdoppelt werden. Die wachsende Beliebtheit zeigt sich auch durch die Teilnahme an eSports Wetten oder eben die Unterstützung, die eSportler von ihren Fans erhalten.

Die Leistung der eSportler im Sport wurde ebenfalls anerkannt. Die Fans entschieden sich, die Auszeichnung Bester eSport-Spieler an Lee Sang-hyeok „Faker“ (SK Telecom 1, League of Legends) zu verleihen. Auch nominiert waren Marcelo „coldzera“ David (SK Gaming, Counter-Strike: GO), Nikola „NiKo“ Kovac (FaZe Clan, Counter-Strike: GO), Je-hong „ryujehong” Ryu (Seoul Dynasty, Overwatch) und Kuro „KuroKy“ Salehi Takhasomi (Team Liquid, Dota 2).

Zum besten eSport-Game wurde Overwatch ernannt, das sich gegen die Riesen Counter-Strike: Global Offensive, das allseits beliebte Dota 2, League of Legends und Rocket League bewährte.

Im Großen und Ganzen war es eine aufregende Award-Show, die die neuesten Entwicklungen in der Gamesszene zeigte. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.