Empfehlung der Redaktion
Tuningmöglichkeitennahezu barrierefreie Open Worldbreite FahrzeugauswahlRennartenoffline spielbar
Zu kurze Storykaum Abwechslung auf DauerAm Tag wirkt die Welt teils leblosPolizei macht zu viel Schaden auf HEAT- Level 5
8.6Gesamtpunktzahl
GRAFIK9
SOUND8.5
GAMEPLAY9
UMFANG8

Am 08.11.2019 veröffentlichten EA und Ghost Games mit Need for Speed Heat einem neuen Ableger für die bekannte Need for Speed-Reihe. Ob uns der neuste Ableger überzeugt hat, erfahrt ihr in diesem Bericht.

Gameplay

Schauplatz in Need for Speed Heat ist Palm City, was sehr an den amerikanischen Staat Florida erinnert. Hier bestreitet ihr sowohl tagsüber als auch in der Nacht Rennen. Bei den Rennen über Tag handelt es sich um legale Veranstaltungen, mit denen man Geld verdienen kann. Im Gegenzug handelt es sich bei nächtlichen Rennveranstaltungen um illegale Rennen. Die Nacht dient dazu, um die nötigen Reputationspunkte zu verdienen, um seinen Rang zu erhöhen und somit neue Tuningteile freizuschalten. Anders als in Need for Speed: Payback, wo man Tuningkarten kaufen musste, um die Leistung der Fahrzeuge zu verbessern, kann man nun wieder in gewohnter Manier tunen. Ebenfalls neu in Need for Speed: Heat ist das Crew-System. So kann man jetzt eine eigene Crew erstellen oder anderen Crews beitreten. Die Crew wird ebenfalls mithilfe der verdienten Reputationspunkte gelevelt und schaltet mit einem Levelaufstieg weitere Boni für alle Mitglieder einer Crew frei. Positiv an NfS: Heat ist auch, dass man selbst entscheiden kann, ob man Offline oder Online spielen möchte, was in den letzten Teilen nicht möglich war.

Grafik/Technik

Need for Speed: Heat sieht von der Grafik her sehr schön aus. Besonders die Lichteffekte in der Nacht sind sehr gelungen. Zudem bietet die Karte in den verschiedenen Regionen viel Abwechslung. Ebenfalls enthalten in NfS: Heat ist ein dynamisches Wettersystem. Sehr positiv anzumerken ist, dass die Welt sehr offen ist, und man nahezu überall durchfahren kann. Die Steuerung ist sehr Arcade-lastig gehalten, was bei einem Need for Speed völlig in Ordnung ist, schließlich handelt es sich ja um keine Simulation. Schade ist jedoch, dass der Austausch von Bremsen keine Veränderung im Handling eines Fahrzeugs zeigt. Hier ist zudem noch die Schadensanzeige an den Fahrzeugen zu bemängeln. Die Fahrzeuge nehmen zwar Schaden und können auch einen Totalschaden davontragen, aber optisch ist davon kaum etwas an den Fahrzeugen zu erkennen.

Sound und Atmosphäre

Need for Speed: Heat bietet eine schöne Atmosphäre. Die ist vor allem den gelungenen Lichteffekten und den Regeneffekten zu verdanken. Hier muss man jedoch bemängeln, dass die Stadt Palm City ziemlich leblos wirkt. Auch die Sounds der Fahrzeuge klingen ziemlich gut. Zudem hat man die Möglichkeit die Fahrzeugsounds anzupassen und diese somit nach den eigenen Wünschen zu gestalten.

Story

Neben der Hauptstory sind in Need for Speed Heat verschiedene kleine Storys enthalten, die nach den verschiedenen Renntypen (Straßenrennen, Drift, Offroad) gehen. In der Hauptstory fahrt ihr Rennen gegen rivalisierende Crews und setzt euch gegen die Polizei in Palm City zur Wehr. Abseits der Story nutzt ihr die Zeit um Sammelobjekte zu finden und Rennen zu fahren um Geld und Reputationspunkte zu verdienen. Besonders interessant sind die nächtlichen HEAT-Rennen, für die man zunächst HEAT-Stufe 3 oder 5 erreichen muss. Diese Rennen bescheren die Spieler bei einem Sieg mit einem Leistungstuning-Objekt. Lohnenswert ist dies allerdings erst, wenn man Stufe 50 erreicht hat, da man dann erst die Ultimativen Objekte bekommt.

Umfang

NfS Heat bietet mit einer Auswahl aus über 100 Fahrzeugen eine sehr breite Auswahl für jedermann. Zudem sind auch ein paar Autos enthalten, die man aus früheren Need for Speed Ablegern kennt. Es besteht eine breite Auswahl an Rennen und die Sammelobjekte und Aktivitäten geben einem das Gefühl, dass viel zutun ist, vor allem für Trophäensammler ist dies sehr Interessant. Leider muss man wiederum auch sagen, dass dies jedoch auf Dauer sehr eintönig wirkt.

Fazit

Auch wenn es sich bei Need for Speed: Heat nicht um ein Need for Speed á la NfS: Underground 3 handelt, haben meiner Meinung nach EA und Ghost Games eine gute Arbeit geleistet und endlich wieder einen positiv zu nennenden Ableger für die Need for Speed-

Reihe entwickelt. Ein wichtiger Schritt war vor allem von den Mikrotransaktionen Abstand zu nehmen und das altbekannte Leistungstuning wiedereinzuführen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was für Content uns noch in Zukunft erwarten wird.